Weltreise | Rückblick: Was war und was kommt?

Im September 2022 bin ich auf Weltreise gegangen. Ich habe drei Kontinente bereist und ein zweites Zuhause gefunden, nach dem ich nie gesucht hatte.
Nach knapp drei Jahren ist es an der Zeit, dass ich mich wieder neu auszurichte.

Franzi steht an einer Steinküste in Western Australia
 

Der Schritt in die Freiheit

Für mich, wie sicherlich für viele andere Reisenden auch, war die Weltreise ein Schritt in die Freiheit. Mal keine Verpflichtungen haben, weder privat noch beruflich. Jeden Tag nur das tun können, was ich möchte, wonach mir der Sinn steht. Ein Nomadenleben im Rucksack, an unterschiedlichen Orten auf der Welt. Und das habe ich gelebt.

Ich war tagelang an den schönsten Stränden, stundenlang auf rasanten Bustouren unterwegs, bin ständig an neuen Orten aufgewacht – und dann wieder wochen- oder sogar monatelang an einem Ort geblieben. Nur, weil ich es so wollte, weil es mir gefallen hat. Und das hat mich sehr erfüllt und so viel Spaß gemacht. Ich möchte keine einzige Erfahrung missen, denn jede einzelne hat mich zu der Person gemacht, die ich jetzt bin.


Franzi am Strand an der Great Ocean Road in Australien

Ein Wachstumsschub

Und so habe ich festgestellt, dass ich dem Leben als Vollzeitreisende, so, wie ich es gelebt habe, entwachsen bin. Denn irgendwann wird auch die stetige Abwechslung bei einer Langzeitreise zur Routine. Ich will nicht sagen, dass es irgendwann langweilig wurde, ständig von Ort zu Ort zu reisen – ganz im Gegenteil. Vielmehr habe ich dadurch zu schätzen gelernt, anzukommen – in einem Land, das mir fremd war und zu meiner zweiten Heimat geworden ist.

Ich bin mit dem Wunsch nach Australien gekommen, das ganze Land innerhalb eines Jahres zu bereisen und zwischendurch immer mal zu arbeiten, um meine Reisekasse aufzubessern. Daraus geworden sind 20 Monate Leben in Melbourne – was ich mir so nie hätte erträumen können. Ich habe innerhalb kürzester Zeit einen Job mit Führungs- und Managementverantwortung in der Gastronomie bekommen, sehr enge Freundschaften geschlossen und ein Leben aufgebaut, in dem ich mich vollkommen wohl gefühlt habe. Gereist bin ich auch hier viel und ich habe jede Sekunde davon so sehr geliebt, genau wie den Moment wenn ich wieder in meinem Zuhause war.


Doch auch hier habe ich irgendwann bemerkt, dass ich weiter wachsen möchte und muss. Selbst wenn ich mein Visum hätte verlängern können, hätte ich mich dort nicht in der Art weiterentwickelt, wie ich es mir gewünscht hätte. Und so musste ich wieder einmal schweren Herzens Abschied nehmen – von einem Ort, der ganz unverhofft mein Lebensmittelpunkt und ein geliebtes Zuhause geworden ist, von Menschen, die mir so vertraut wurden, dass ich sie heute zu meinen engsten FreundInnen zählen kann.


Der Ausblick

Franzi auf ihrem zweiten Jakobsweg

Ist denn meine Weltreise nun vorbei? Ja und nein. Das Reisen soll weiterhin ein großer Teil meines Lebens sein. Allerdings sollen meine sozialen Kontakte aus aller Welt mehr Platz darin finden, genauso wie eine Arbeit, die mich erfüllt. Auf meinem zweiten Jakobsweg im Mai/Juni 2025 habe ich unheimlich viel darüber nachgedacht, wie mein zukünftiges Leben aussehen soll.

Und so nutze ich jetzt meine Zeit in Deutschland, um mir ein Dasein aufzubauen, das meinen neuen Ansprüchen gerecht wird. Ich möchte einer Arbeit nachgehen, in der ich selbst festlegen kann, mit wem, wo, wann und wie lange ich zusammenarbeite. Gleichzeitig möchte ich reisen, ohne ein Zeitlimit zu haben, ohne mich stressen zu müssen, alle Sehenswürdigkeiten schnellstmöglich abzuhaken. So wie ich es auch schon im Blogartikel über Slow Travel geschrieben habe.

Denn es muss kein entweder - oder sein. Es gibt auch ein Leben mit dem Besten aus beiden Welten.


 

Zum Schluss noch ein Wort zum Blog:

Ich hatte immer unheimlich Spaß am Schreiben. Allerdings habe ich mich auch sehr unter Druck gesetzt und hatte perfektionistische Ansprüche, die ich irgendwann selbst nicht mehr erfüllen konnte und wollte. Mehr als zwei Jahre habe ich Pause gemacht, aber immer wieder ans Anfangen gedacht. Und jetzt ist es soweit. Denn ich habe noch viel zu erzählen, zu zeigen und zu teilen – aus den letzten Jahren und allem, was noch kommt. Also bleibt gespannt – bald kommt wieder mehr.

Franzi

FRANZI ☀️ Weg von Zuhause, raus in die Welt 🗺

https://www.franzimelium.com
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